DAC²-Innovationsplattform diskutiert Wege zur CO₂-Entnahme
Copyright: PtX Lab Lausitz / Jens Jeske
Direct Air Capture gilt als Schlüsseltechnologie – doch Regulierung, Finanzierung und tragfähige Geschäftsmodelle bremsen den Durchbruch. Beim Treffen der DAC²-Innovationsplattform diskutierten Fachleute über Lösungen und besichtigen eine DAC-Anlage.
Am 16. Oktober lud die DAC²-Innovationsplattform zu ihrem ersten Treffen vor Ort ein. Die Veranstaltung brachte Mitglieder und Expert*innen zusammen, um drei zentrale Themen der DAC-Entwicklung zu beleuchten: politische Rahmenbedingungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien.
Politik und Regulierung: Bessere Rahmenbedingungen gefordert
Florian Mersmann (PtX Lab Lausitz) eröffnete die erste Sitzung mit einem Überblick über politische Hürden und Chancen für DAC. Die Teilnehmenden diskutierten ein Diskussionspapier, das unter anderem fordert:
- eine bessere Abstimmung zwischen EU- und deutschen Vorschriften,
- stärkere wirtschaftliche Anreize für DAC-Technologien durch das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) und
- die Anerkennung von DAC und abgeschiedenem Kohlenstoff als Bausteine für Klimaneutralität.
In der anschließenden Diskussion erörterten die Teilnehmer Herausforderungen und mögliche Beiträge der Plattform, um DAC in Deutschland und Europa bis 2027 voranzubringen.
Finanzierung: Potenziale und Lücken
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In der zweiten Sitzung beleuchteten Jakob Flechtner und Frank Paul Weber (Kompetenzzentrum Klimaschutz in Energieintensiven Industrien, KEI), Sebastian Giersch (Investitionsbank des Landes Berlin, ILB) sowie Thilo Neu (Brandenburg Kapital) Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene. Sie zeigten bestehende Chancen, aber auch Finanzierungslücken, insbesondere bei DAC-to-PtX-Anwendungen, auf.
Die Diskussion betonte die Bedeutung von Projektreife, tragfähigen Geschäftsmodellen und passenden Förderkombinationen. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage, um Förderinstrumente künftig besser auf DAC-Projekte abzustimmen.
Umsetzung: Projekte und Netzwerke im Fokus
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Die dritte Sitzung widmete sich laufenden Projekten und Umsetzungswegen im DAC²-Netzwerk. Sie zeigte, wie die Plattform Akteur*innen und Ideen verbindet und gemeinsame Aktivitäten fördert.
Drei Beiträge illustrierten die Vielfalt des Netzwerks:
- Jessica Rapko (Net Zero Valley Lausitz) präsentierte die Potenziale der Region für saubere Technologien.
- Dr. Rahul Ramesh Nair (Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum, DLR) stellte das FOREST-Projekt vor, das die Leistungsfähigkeit von DAC-Technologien an verschiedenen Standorten bewertet.
- Sahand Saadat (Fraunhofer IEG) berichtete über die Zusammenarbeit mit dem PtX Lab Lausitz zur Erprobung und Skalierung von DAC-Adsorbentien.
Praxisbeispiel: Besuch der Ucaneo-Anlage
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Die DAC²-Innovationsplattform wird den Dialog zwischen Mitgliedern vertiefen, Förderndeer einbinden und die Entwicklung neuer Projekte vorantreiben.
Ausblick
Die nächste Gelegenheit zum Austausch bietet die „Sustainable PtX Conference: From Crisis to Opportunity“ am 26. und 27. November 2026. Dort wird die Rolle von DAC als nachhaltige Kohlenstoffquelle diskutiert.
Interessierte können sich an Lorena Tafur oder Marvin Wenzel wenden, um über die Aktivitäten der Plattform informiert zu bleiben.
Kontakt
Lorena Tafur Garzon
Referentin
+49 173 63 66 927
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Kontakt
Marvin Wenzel
Referent
+49 152 047 342 80
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